Viel Cabale am Canale

Gemeindefasching in St. Hubertus 03. Februar 2018

War das eine Stimmung auf der Piazza San Marco in Venezia! Die Närrinnen und Narren von St. Hubertus und befreundete Gäste waren der Einladung der elf Consiglieri zum Ballo di maschera in den Palazzo di Gaudio gefolgt. In welch wunderbaren Kostümen waren alle erschienen! Es wurde wieder ein rauschendes Fest inmitten der stimmungsvollen und stimmigen venezianischen Deko. Als die Band plus dazu „Komm ein bisschen mit nach Italien“ als Intro intonierte, war die Stimmung sofort riesig und alle fühlten sich nach Italien und ins herrliche Venezia versetzt.

 

 

Im Souterrain des Palazzo waren die Tische festlich für ein Banchetto festivo mit Kitzel di Gaumen aus Italia gedeckt. Da konnten sich alle Ball-Gäste dank der fleißigen Donna, die sich im Zubereiten der Köstlichkeiten selbst übertroffen haben, erst mal stärken. Die Juniori betrieben im Palazzo eine Bar mit verführerischen und süffigen Bibiti, unwiderstehlich. Und es gab sogar einen Stand mit Gelati, leckerem Original-Haselbauer-Eis. Ach, und die Desserts! Ja, der Gaumen wurde auch verwöhnt.

Auch Commissario Brunetti ließ es sich nicht nehmen, mit seiner Paola die Party zu besuchen. Leider wurde die Party von einem hinterlistigen Mord an einem Herrn mit Kneifer überschattet. Aber Brunetti begab sich sofort auf die Spur der Täter. Die Ermittlung wurde autoritär durch seinen Chef, den Vice-Questore Patta, unterbrochen, dem ein vom Ordinariat angekündigter Besuch wichtiger war. Tot ist schließlich tot, aber vielleicht kommt ja der Bischof in die Questura. Könnte doch sein, um den Vize-Questore wegen seiner Verdienste zu ehren, oder – womöglich, um sich Rat aus der Questura zu holen für die in Venedig anstehenden Pfarreizusammenlegungen. Gerade wurden die venezianischen Gondolieri erfolgreich umorganisiert, von einst mehreren Teams, jetzt konzentriert in zwei Gruppen links und rechts des Canale Grande mit Hauptamtlichen-Teams, Rotationsprinzip und neuen Leitbildern. Da braucht der Bischof vielleicht Anregungen für sein Projekt. – Leider erfüllen sich die Erwartungen des Vize-Questore nicht. Sternsinger überbrachten Grüße aus dem Ordinariat. Jetzt aber ran an die Leiche aus der Taverne! Der Herr mit Kneifer entpuppt sich zum Glück aber als ur-lebendig – alles nur ein Späßchen für die Gäste der Taverne. Da stand der Stimmung auf dem Ballo nichts mehr im Weg.

Pastore Lommatzsch erfreute die Feiernden mit Versen, in denen er versuchte, in die Zukunft zu blicken. Na, da steht uns ja noch einiges bevor! Oder wir schaffen es, uns auf das Eigentliche und Wesentliche zu besinnen.

Tanzend und in fröhlichem Miteinander ging der Ballo nach Mitternacht schließlich zu Ende. Die Gondeln brachten alle sicher nach Hause in die eigenen Palazzi. Es war wieder ein herrliches stimmungsvolles Fest in St. Hubertus. Na dann, auf in die Fastenzeit!