Erntedankfeier

„Die Felder alle reifen, was einst geblüht trägt Frucht. Bald kommt der Herr der Ernte, der nach den Früchten sucht.“

Dieses Lied haben wir am letzten Septemberwochenende in unseren drei Gottesdiensten zum Erntedankfest gesungen. Wir haben allen Grund zur Dankbarkeit. Trotz des heißen, trockenen Sommers konnten wir ernten und werden im Winter nichts vermissen.

Aber kommt der Herr und zählt unsere Äpfel und Birnen?

Welche Früchte können wir Gott hinhalten? Neben der Dankbarkeit ist es wohl die Bereitschaft zum Teilen: die reichlich mitgebrachten Gaben ernteten Freude im Pappritzer Flüchtlingsheim und im Christophorusheim.

Im Anschluss an den Gottesdienst bat der Elistakreis um Spenden für unsere Partnergemeinde in Russland. Auch eine Frucht: sich einsetzen für andere. Und die nächste: dieses Engagement zu unterstützen. Das Spendenergebnis von über 1000 Euro ist eine reiche Frucht, die in Elista weiter wächst. Wir werden auf unserer Reise reichlich Bastelmaterial fürs Kinderzentrum mitnehmen können, den kleinen Viktor bei seinen Behandlungen unterstützen und die Gemeinde mit Pfr. Wladimir im Alltag stärken. Allen Spendern sei herzlich dafür Dank gesagt.

Daneben gab es auch die Möglichkeit, bei Wein und Gebäck im Gespräch den Sonnenschein zu genießen. Auch unser Miteinander ist für mich eine Frucht und Ernte.

Was können wir Gott noch hinhalten? Unsere Freude und Standhaftigkeit im Glauben, unser Ehrenamt in sozialen und politischen Projekten und in der Gemeinde.

Ihnen fällt bestimmt noch mehr ein.

Und mit solch reicher Ernte freu ich mich auf den Winter.

Maria Schmidt

P.S. Zu Beginn jeder Messe halten wir Gott unsere „faulen Stellen“ hin und bitten im Kyrie um Heilung. Mit dem Wort des Bischofs zum Thema Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in unserer Kirche ging es diesen Sonntag auch um die richtig schlechten Früchte.