Club 60 bei Benno 14. September 2016

Wir waren nur sechs vom Club 60, die die sehenswerte Ausstellung auf der Albrechtsburg Meißen über den heiligen Bischof Benno besuchten, „Ein Schatz nicht von Gold“. Bis November ist sie noch zu sehen und sei hiermit jedem empfohlen . Für diejenigen, denen der Weg hoch zur Burg zu beschwerlich vorkommt: Es gibt vom Parkplatz auch einen bequemen Aufzug.

Das Leben Bischof Bennos liegt weitgehend in historischem Dunkel. Aber nach seiner Heiligsprechung als erster Heiliger Sachsens 1523 wurde er zum Streitobjekt in den reformatorischen Auseinandersetzungen, was schließlich in der zerstörerischen Einebnung seines Grabes im Meißner Dom gipfelte. Seine Gebeine wurden vor dem vandalistischen Wüten gerettet und nach München gebracht, wo der heilige Benno als Patron Bayerns und Stadtpatron Münchens späte Karriere machte und dort noch heute verehrt wird. Als die Dresdner Hofkirche als erstes katholisches Gotteshaus Sachsens nach der Reformation errichtet wurde, kam Benno auch in Sachsen wieder zu Ehren. Eine Reliquie Bennos wurde nach Sachsen zurückgegeben, schließlich noch anlässlich der Einweihung der nach der Kriegszerstörung wieder errichteten Hofkirche noch die Mitra.

Die Geschichte Bennos und seiner wechselvollen Verehrung, auch als Bindeglied zwischen den Diözesen München-Freising und Dresden-Meißen im geteilten Deutschland, wird in der sehenswerten Ausstellung mit vielen einzigartigen Exponaten dargestellt. Im Jahr des Gedenkens an die Reformation zeigt diese Ausstellung vieles, was Katholiken und Protestanten getrennt hat, wirbt aber auch um gegenseitiges Verständnis der beiden Konfessionen, womit wir uns gerade in jüngster Zeit durchaus auf dem Weg wissen.